Schule OGS Schulleben Künstler für Schüler Schulprogramm Kontakt & Impressum

START

 

10.07.2017 Nachzertifizierung „Tutmirgut“- Schule

Die Markus-Schule ist zum zweiten Mal nachzertifiziert worden! Bei einer ca. zweistündigen Qualitätsprüfung durch das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises vor Ort ist festgestellt worden, dass im täglichen Schulleben alle Kriterien einer gesunden Schule erfüllt werden. Nun hängt ein neues Schild im Eingangsbereich der Schule.

 



"Auf dem Weg nach Tutmirgut"

Das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler und damit die Aspekte Bewegung, Entspannung und Ernährung gehören seit langem zum Leitbild des Schulprogrammes (vgl. Schulprogramm, S.5f).
Als die Schule durch eine von der Stadt Bornheim organisierte Informationsveranstaltung von dem Projekt "Auf dem Weg nach Tutmirgut" erfuhr, war sie bereit, sich auf den Weg zu begeben. Sie sieht darin eine Chance, die Gesundheitserziehung konsequent und strukturiert in den Schulalltag einzubauen und dadurch das Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie die Stressregulation der Kinder nachhaltig zu verbessern.
Im Unterricht, in den Pausen und in der offenen Ganztagsschule sollen Angebote mit den o.g. Aspekten erweitert werden. Auch Aktionen wie Sportfeste, Schulfahrten und -feiern sollen noch stärker unter gesundheitsfördernde Gesichtspunkte stehen.
"Auf dem Weg nach Tutmirgut" wird die Schule von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) begleitet und erhält regionale Unterstützung durch kivi e.V. Um das Zertifikat einer gesundheitsfördernden Schule durch die BZgA zu erhalten, müssen bestimmte Standards in einem vorliegendem Qualitätskonzept erfüllt werden.

Folgende Aktionen sollen in Zukunft unter "Tutmirgut"-Aspekten stehen und die Bereiche "gesunde Ernährung", "Bewegung" und "Stressregulation" beinhalten:

  • Klassenfahrten
  • Bundesjugendspiele
  • Spielefeste
  • Projektwochen
  • Erntedankfeste
  • Schulfeste

Durchgeführte Aktionen finden Sie unter dem Link Schulleben.

Das Audit für die Zertifizierung wird am voraussichtlich am 3. Dezember 2010 stattfinden.

Bewegung

Das Landesprogramm "Kompensatorischer Sport in der Schule" und die geltenden Pädagogischen Rahmenvorgaben für den Schulsport in NRW sind besonders auf Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen zugeschnitten. Heutzutage verfügen viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr über ausreichende Bewegungserfahrungen. Neben Bewegungsbeeinträchtigungen und Haltungsschäden sind auch psychomotorische und soziale Auffälligkeiten die Folge.
Ausreichende Bewegungserfahrungen unterstützen nicht nur die Persönlichkeits-entwicklung, sondern auch die Lernprozesse eines Kindes.
Deshalb ist seit langem das "Bewegte Lernen" im Schulprogramm der Markus-Schule verankert.

Um etwas zu begreifen, nutzen Kinder auch ihren Körper. "Lernen mit allen Sinnen" heißt nicht nur Hören (akustisch) und Sehen (visuell), sondern auch Lernen über die Bewegung (kinästhetisch). Um den Kindern etwas "begreifbar" zu machen, wird ihnen im Unterricht die Möglichkeit eingebaut, etwas zu tun, ihren Körper einzusetzen, ganzheitlich zu lernen, durch Bewegung ihre Umwelt zu erfahren und zu gestalten.
Bewegte Schule zeigt sich in der Markus-Schule durch: aktive Pausenspiele, Be-wegungspausen im Unterricht, drei Sportstunden wöchentlich, im 2. und 4. Schuljahr jeweils ein Halbjahr Schwimmen, Sport- und Spielefeste im jährlichen Wechsel, Psychomotorik und Zusammenarbeit mit ortsansässigen Sportvereinen in der OGS.

Im Rahmen des "Tutmirgut"-Projektes wurde die Pausenbetreuung durch die Eltern eingerichtet. Folgende Angebote gibt es zzt. einmal pro Woche in den Pausen: Vorlesen in der Entspannungsecke, Spiele aus der Tonne in der Turnhalle.

 

Stressregulation

In einer bewegungsfreudigen Schule entsteht eine Rhythmisierung des Schulalltags, ein Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, Ruhe und Bewegung. Die Kinder können so immer wieder "auftanken" und dann konzentrierter lernen: in einem aktiven Miteinander Selbstsicherheit gewinnen, Handlungskompetenzen erwerben und dadurch ihre Lernfreude und Leistungs-fähigkeit steigern.

Viele Konzentrationsschwierigkeiten können durch eine ausgewogene Ernährung und häufiges Trinken, sowie durch ausreichenden Schlaf und Lernpausen verhindert werden. Konzentrationsstörungen können aber auch durch Stress entstehen. Hier helfen gezielte Entspannungsübungen, die Gedanken zu sammeln und die Gehirnteile in ihrer Abstimmung zu unterstützen. Konzentration, also willentliche Bündelung der Aufmerksamkeit, ist eine Energieleistung.
Die durchschnittliche Konzentrationsdauer bei Pflichtaktivitäten beträgt
im Alter von

  • 5-7- Jahren: 15 Minuten
  • 8-9 Jahren: 20 Minuten
  • 10-12 Jahren: 25 Minuten
  • ab 12 Jahren: 30 Minuten.

Nach einer gewissen Phase der Anspannung ist der "Akku" erst einmal leer und muss neu aufgeladen werden. Nur durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung kann die Leistungsfähigkeit auch länger aufrecht erhalten werden. Daher sind Pausen angesagt.
Oft genügen schon kurze Pausen von 3 bis 5 Minuten, in denen für vier Dinge
gesorgt werden muss: Wasser, frische Luft, Bewegung und Entspannung.

Wasser ist das Getränk, für dessen Aufnahme unser Organismus am besten geeignet ist und das den Zellen schnellstmöglich zur Verfügung steht. Auch die Nervenzellen sind ständig von Wasser umspült und funktionieren am besten, wenn der "Wasserpegel" stimmt.
Geistige Arbeit verbraucht Sauerstoff. Deswegen ist regelmäßige Frischluftzufuhr notwendig. Eine kurze Runde vor der Tür oder das Lüften des Raumes sorgen für neuen Sauerstoff.

Entspannung sorgt für neue Energie. Das Kollegium der Markus-Schule baut in den Unterricht gezielte Entspannungsübungen wie Massagen, Phantasie-geschichten, Yoga-Übungen, Übungen zum bewussten Einsatz der Sinnesorgane sowie einige "Brain-Gym"-Übungen ein.
Die Lehrerinnen haben das Heft "Tipps zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit" entwickelt, in dem viele dieser Übungen enthalten sind. Dieses Heft wird den Eltern zur Verfügung gestellt, damit diese ebenfalls Anregungen zu Konzentrations- und Entspannungsübungen erhalten.

Ein wichtiger Bestandteil der Entspannung ist der Bereich "Yoga für Kinder".
Durch Yogaübungen lernen die Kinder, körpereigene Kräfte zu mobilisieren, um wieder in ihrer "Mitte" zu sein. Durch Yoga wird eine ganzheitliche Sichtweise auf das Leben vermittelt. Die Kinder lernen, Situationen gelassener anzunehmen und Stressbelastungen besser zu bewältigen. Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein werden gefördert.

Im Rahmen des "Tutmirgut"-Projektes wurde auf dem Schulhof eine Ruhezone mit Bänken eingerichtet, die Möglichkeit zum Rückzug und einen Platz zum Vorlesen bietet. Einmal pro Woche bietet eine Mutter eine "Vorlese-Pause" an.
Eine neue Errungenschaft ist das "grüne Klassenzimmer", das hinter dem Neubau entstanden ist und zum Lernen an der frischen Luft einlädt.

Ernährung

Wie bereits oben erwähnt, spielt auch die Ernährung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder eine wichtige Rolle. Gut ernährte Kinder lernen besser, da Konzentration auf komplexen Stoffwechselprozessen basiert, für die eine ausgewogene Nährstoffzufuhr notwendig ist. Das Kollegium der Markus-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, bei den Schülerinnen und Schülern Grundlagen dafür zu schaffen, sich im Leben ausgewogen und vollwertig zu ernähren.

Seit den Osterferien 2010 nimmt die Markus-Schule an dem Landesprogamm "Schulobst NRW" teil. Eine Firma liefert zweimal pro Woche Obst und Gemüse (Tagesration pro Kind 100 g), das von einer Kindergruppe oder Eltern gereinigt und zubereitet und in der Frühstückspause von allen Kindern verzehrt wird. Diese Maßnahme erfreut sich zzt. großer Beliebtheit.
In jeder Klasse gibt es Wasser zum freien Gebrauch. Zu Beginn des Jahres wird hierfür von allen Eltern 5 € Wassergeld eingesammelt.
In jedem Jahrgang wird das Thema "Ernährung" im Unterricht behandelt.
Einmal pro Jahr findet eine Informationsveranstaltung zum Thema "Ernährung" statt.

In der Übermittagsbetreuung stehen ständig Obst und Knäckebrote zum freien Verzehr bereit.
Das Mittagessen für die OGS wird von einem Caterer der nahen Umgebung täglich frisch zubereitet. Die Ernährungsvorschriften laut Leitlinien der BzgA werden beachtet. Die Leitung der offenen Ganztagsschule steht in regelmäßigem Austausch mit dem Caterer. Wünsche und Vorschläge bezüglich der Mahlzeiten werden umgehend umgesetzt.

 

 

 

 

Schule OGS Schulleben Künstler für Schüler Schulprogramm Kontakt & Impressum

START